Beiträge über ‘graue Haare’

Graue Haare, erste Fältchen – und was jetzt?

Erste graue Haare, erste Fältchen: Der Lack ist ab!

Ich habe meine ersten grauen Haare auf dem Kopf. Es gibt exakt zwei Stellen, an denen sie in Grüppchen wachsen und nachwachsen. Auf dem Scheitel und seitlich davon.

Es geht los.

Zugegeben, es sind (noch) wenige graue Haare im Verhältnis zu den zahlreichen brünetten Haaren. Ich versuche sie dennoch jeden Morgen aufzuspüren und einzeln mit der Pinzette zu erfassen und rauszurupfen.  Stück für Stück. Aber das ist ja auch nicht gerade eine ruhmreiche Taktik für würdiges Altern. Und schon gar nicht auf Dauer machbar.

Als ich noch eine blondgesträhnte Mähne hatte, fielen die grauen Haare nicht so auf – dafür sah man da den nachwachsenden Ansatz schnell. Jetzt, als Brondie, ist das Ansatzproblem zwar gelöst, aber dafür fallen die grauen Haare eher auf. Irgendwas ist wohl immer. Hinzu kommt außerdem, dass auch die eine oder andere Braue inzwischen nicht mehr viel Farbstoff besitzt. Merkwürdiges Gefühl, innerlich fühle ich mich jünger als mit 20, äußerlich ist der Lack offensichtlich ab.

Davon zeugen auch die ersten ganz feinen Krähenfüßchen um die Augen. Lachfalten, also Mimikfalten.

Kann man was dagegen tun? Sollte man dagegen etwas tun? Haut und Haare mit Farbe übertünchen? Auf die Dauer?

Taktik, um schön und würdig zu altern gesucht

Eine gleichaltrige Freundin meinte kürzlich mal zu mir, sie ginge ab und an bewusst ungeschminkt aus dem Haus, um sich auch ohne Make-up noch zu mögen. Und wiederzuerkennen. Sie wolle nicht so werden wie die Geschlechtsgenossinnen, die nie ungeschminkt herumliefen und ihr Aussehen ungeschminkt nicht ertrügen, sagte sie.

Das, finde ich, ist eine gute Strategie.

Die ich mir zu eigen mache. Und deshalb gehe ich jetzt ab und zu auch mal ungeschminkt in die Öffentlichkeit – wohlgemerkt: ungeschminkt!, nicht ungepflegt. Also Hautpflege betreibe ich immer, egal ob ich Zuhause bleibe oder das Haus verlasse.

Ich muss einfach lernen, mit dem Altern gut zurechtzukommen. Jeden Tag aufs Neue.

Nutzt den Tag!