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Trend 2013: Surface Piercing und Flesh Tunnel

Bereits seit Mitte der neunziger Jahre verschönern sich die Menschen mit Piercings. Doch das Piercing an sich ist schon sehr viel älter, quasi erlebt es derzeit eine Renaissance. Denn schon die alten Römer piercten sich beispelsweise die Brustwarzen, um zu beweisen, dass sie Mut haben. Und aus Indien weiß man, dass Fakire (asketisch lebende Menschen) mit Piercings unempfindlich gegenüber Schmerzen werden wollten. Und wer sich Reportagen von Naturvölkern anschaut, wird sehen, dass Piercings dort bis heute verbreitet sind.

Der wieder in Schwung gekommene Piercing-Trend ist auch in diesem Jahr ungebrochen. Neben den beliebtesten Piercing-Arten wie dem

erobern 2013 auch ganz neue Piercings-Trends die Szene.

Surface Piercing im Gesicht und am Körper

Das Surface Piercing – auch Oberflächen Piercing genannt – wird nicht etwa durch ein Körperteil, wie etwa den Nasenflügel oder die Lippe, gestochen, sondern stattdessen auf der Oberfläche platziert. Hierfür werden häufig Körperstellen wie das Dekolleté, der Nacken, die Handgelenke oder die Leisten gewählt. Beim Surface Piercing liegt der Ein- und Austrittskanal auf einer Ebene. Dadurch steht das Surface Piercing unter hoher Spannung und kann im schlimmsten Fall sogar vom Körper abgestoßen werden und herauswachsen. Die Heilung der Oberflächen-Piercings dauert sehr lange und es bleiben häufig unschöne Narben zurück, wenn diese abgestoßen werden.

Für das Surface Piercing werden inzwischen keine gebogenen Stäbe mehr verwendet, sondern spezielle Surface Bars. Diese Stäbe besitzen um 45, 65 oder 90 Grad gebogene Enden und sollen dadurch die Spannung verringern. Zusätzlich verfügen sie über ein Innengewinde, in das verschiedene Kugeln oder Plättchen geschraubt werden können. Der Surface Bar sollte nur von erfahrenen Piercern gestochen werden und wird mit einer speziellen Kanüle unter die Haut gelegt. In der Regel ist das Einsetzen problemlos möglich, da die Haut in diesem Bereich dehnbar und flexibel ist.

Flesh Tunnel – mehr als nur ein Ohrloch

Der Begriff Flesh Tunnel stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie „Fleisch Tunnel“. Hierbei handelt es sich um ein gedehntes Ohrloch, das unter Zuhilfenahme von speziellen Dehnern auf die gewünschte Größe gedehnt wird. Wenn das Loch die erwünschte Größe erreicht hat, kann ein sogenannter Tunnel eingesetzt werden. Inzwischen gibt es die Tunnel in verschiedenen Größen und Formen. Angefangen vom 1-Millimeter-Stahl-Tunnel bis hin zum 50-Millimeter-Holz-Tunnel -der Piercin-Willige hat hier die Qual der Wahl. Eine umfangreiche Auswahl findet man in einem Tunnel Shop über das Internet. Hier erhält man nicht nur Tunnel, sondern auch die passenden Dehner, Fake Tunnel und Reinigungsmittel.

Woran man ein gutes Piercing-Studio erkennt

Wer sich für ein Piercing entscheidet, sollte darauf achten, dass das Piercing-Studio hygienische Standards einhält und sauber arbeitet. Ein Blick in Arbeits- und Beratungsraum hilft, hier die Spreu vom Weizen zu trennen. Steht oder liegt herum, was nicht in einen hygienisch sauberen Piercing-Raum gehört, sollte man sich ein saubereres Studio suchen. Im Beratungsgespräch sollte man erfahren, welche möglichen Risiken oder Nebenwirkungen auftreten können und auch, wie man in den ersten Tagen mit dem frisch gestochenen Piercing umgeht.

Gepostet am 26.02.2013, 10:37
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