Archiv für April 2012

Beckenbodentraining – mit Liebeskugeln zu straffer Schönheit von innen!

Beckenboden braucht nach der Schwangerschaft Training

Beckenboden, Beckenboden, Beckenboden – das ist heute mein Thema. Als Dreifachmutter natürlich auf die Welt gepresster Babys weiß ich, wovon ich hier spreche. Gleichwohl ich meinen Beckenboden so wirklich erst nach der Geburt des ersten Kindes kennenlernen sollte. Gemeinsam mit meiner Hebamme, die mir und Gleichgesinnten beziehungsweise Gleichgeschundenen während der Rückbildungsgymnastik-Kurse erklärte, welche Übungen ich wie auszuführen hätte, um meinen Beckenboden zu spüren und dessen Muskeln zu stärken. Was soll ich sagen, in den Kursstunden ist es mir nicht wirklich gelungen, meinen Beckenboden zu erspüren. Schon gar nicht, ihn zu trainieren.

Da ich aber auch Sorge hatte, wegen eines schwachen beckenbodens später Probleme wie Inkontinenz zu bekommen, wollte ich meinem Beckenboden Gutes tun. Und damit mir selbst, ganz klar. Wenn ich mich wohl fühle, fühle ichmich auch schön. Tropfend käme weder das eine noch das andere Gefühl zustande. Ich kann gar nicht glauben, dass acht Millionen der Frauen, jede Fünfte zwischen 25 und 75, hierzulande von Inkontinenz betroffen sein sollen.

Also befolge ich seitdem den Ratschlag meiner Hebamme, die Beckenbodenmuskeln im Alltag immer mal wieder anzuspannen, sei es in der Schlange im Supermarkt oder an der Bushaltestelle. Das hilft tatsächlich wie mir meine Gynäkologin neulich bestätigte. Auch meine regelmäßigen Trampolin-Hüpfminuten stärken den Beckenboden, wenn ich ihn beim Hüpfen entsprechend anspanne. Den Rat, während des Pipimachens den Urinstrahl zu stoppen, sollte man dagegen nicht als Training verstehen, sondern lediglich als Test – ein zu häufiger Zwischenstopp ist umstritten, weil er gesundheitliche Schädenverursachen könne. Das Zusammenspiel Blase, Schließmuskel und Urinieren werde davon mitunter beeinträchtigt, wissen Experten.

Doch meine Hebamme berichtete uns frischen Müttern auch von einem speziellen Beckenbodentraining mit ziemlich „heißen“ Kugeln: Sie heißen Smart-Balls, Geisha-Kugeln, Beckenboden-Kugeln, Lust-Kugeln, Lust-Perlen oder Liebes-Kugeln – zwei miteinander verbundene hohle Kugeln inklusive Rückholfaden, die frau ähnlich wie ein Tampon tief in die Scheide in Richtung Muttermund einführt, um angeblich die Muskulatur ihres Beckenbodens zu stählen. Und damit stärkeres Bewusstsein für ihren Körper und dessen Funktionen zu entwickeln. Oft liest man auch, dass frau dank der Kugeln zu erfüllterem Sex komme, doch das ist sehr umstritten. Ursprünglich stammen die Kugeln aus Japan, heißt es.

Liebeskugeln haben ihren Ruf weg

Da sie auch als erotisches Spielzeug verkauft werden, haben sie einen entsprechenden Ruf. Und deshalb verstehe ich es sehr gut, wenn die eine oder andere die Liebeskugeln nicht aufs Kassenband legen mag, gleichwohl es die Kugeln heute in gut sortierten Drogerien schon in unterschiedlichen Modellen gibt. Ich habe mich seinerzeit jedenfalls nicht getraut, die Dinger in meiner Lieblings-Drogerie zu kaufen. Und schon gar nicht in einem Erotikshop. Also hat mir und Gleichinteressierten meine Hebamme welche besorgt, die ist schließlich vom Fach, zumindest, was den Beckenboden betrifft. Heute würde ich die beckenbodentrainierenden Liebeskugeln bequem bei verwoehndich.de oder einem anderen Anbieter kaufen – ganz geheim und unbeobachtet.

Wie funktionieren die Liebes-Kugeln zum Beckenbodentraining?

Die eingeführten Liebeskugeln, die heutzutage aus Kunststoff sind, haben jeweils rotierende Innenkugeln, die die Muskulatur des Beckenbodens stimulieren sollen, wenn Frau sich durch ihren Alltag bewegt und die Kugeln zum Vibrieren bringt. Schließlich soll die Frau dank dieser Muskelstimulation nur angeregt (ein Schelm, der Böses dabei denkt) werden, die Beckenbodenmuskeln im Moment der Stimulation zu spüren und gezielt zu trainieren. Das heißt also, dass die Beckenbodenmuskeln schon in einem minimal trainierten Zustand sein sollten, um das Beckenbodentraining mit Hilfe der Kugeln zu unterstützen. Viele Hebammen empfehlen die Liebes-Kugeln deshalb als ergänzendes Trainingsgerät.

Je nach individueller Beschaffenheit der Beckenbodenmuskulatur spüren die Frauen die eingeführten Liebeskugeln unterschiedlich: Während eine Frau mit schwacher Beckenbodenmuskulatur zumindest anfangs Mühe haben wird, die Liebeskugeln nicht zu verlieren , merkt eine Frau mit starken Muskeln die Kugeln möglicherweise nur bei aufwändigen Bewegungen, etwa Treppensteigen oder Joggen.

Nutzt den Tag!

Sonnenbrille – Sonnenschutz mit Stil

Jetzt, wenn die ersten Sonnenstrahlen schon richtig wärmen, habe ich das dringende Bedürfnis, eine Sonnenbrille aufzusetzen. Ich muss sogar sagen, dass dieses Bedürfnis von Jahr zu Jahr dringender zu werden scheint. Meine Augen beginnen schon beim kurzen Verweilen in der Frühlingssonne zu tränen und ich ertrage kaum die blendende Helligkeit. Als Brillenträger ist das naturlich mehr als blöd – ich muss ständig (zumindest solange das Wetter so unbeständig bleibt) Alltagsbrille gegen Sonnenbrille tauschen und umgekehrt und immer das Etui dabei haben, um die gerade unbenutzte Brille sorgsam zu verstauen. Mit Kontaktlinsen tue ich mich in den letzten Jahren auch schwerer, also fallen die als Alternative flach.

Sonnenbrille schützt vor Mimikfalten

Außerdem schützt eine Sonnenbrille auch vor dem Vertiefen sogenannter Mimikfalten – man kneift hinter einer guten Sonnenbrille eben einfach seltener die Augen zu, falls die Sonne einen blendet.

Dabei ist mir Sonnenschutz sehr wichtig: Und zwar verstehe ich Sonnenschutz nicht nur als Hautschutz, sondern auch als Augenschutz. Ich achte deshalb zum einen darauf, dass die Sonnenbrille in Sachen Style und Mode zu mir passt. Das ist heute Gott sei Dank auch nicht mehr allzu schwer. Nahezu jeder Designer großen und kleinen Namens hat inzwischen ja eine eigene Sonnenbrillen-Kollektion – die Auswahl für stil- und modebewusste Zeitgenossen wie mich ist schier unüberschaubar.

Das war nicht immer so. Ich weiß noch, vor einigen Jahren, als man beispielsweise unbedingt eine Ray Ban Brille auf der Nase sitzen haben musste, um up-to-date zu sein, hatten am Ende alle ein und dasselbe Model auf der Nase – eine Pilotenbrille, ein Klassiker bis heute. Doch leider stand mir die nicht allzu gut.

Gläser und Gestell einer Sonnenbrille können Schutz bieten

Neben den stylischen Aspekten achte ich zum anderen beim Kauf einer Sonnenbrille auf die Qualität, die in Sachen Sicht und Sonnenschutz für die Augen ausschlaggebend ist. Die Gläser sollten das Auge vor den schädlichen UV-Strahlen inklusive des Blaulichts und des Infrarotlichts schützen. Das Gestell sollte zudem für Schutz sorgen, indem es so sitzt, dass die Strahlen weder seitlich noch von oben oder unten ins Auge fallen. Zudem sollte die Tönung der Gläser die Realität nicht zu sehr verfremden – ich will ja schließlich noch erkennen, ob die Ampel Rot oder Grün leuchtet. Die Sonnenbrillengläser dürfen zudem die Aussicht nicht verzerren, sonst stolpere ich mögichweise über Bordsteinkanten oder Baumwurzeln – Hamburg ist schließlich gut bewachsen.

Nutzt den Tag!

Gepostet am 19.04.2012, 10:34
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Leinöl – einfach für alles gut

"Leinöl macht glücklich" - Hans Ulrich Grimm, MenSana/Knaur Verlag

"Leinöl macht glücklich" - Hans Ulrich Grimm, MenSana/Knaur Verlag

Wer kennt das noch aus seiner Kindheit: Pellkartoffeln mit Leinöl und Quark? Ich mochte das ehrlich gesagt als Kind nie so gerne, aber als Erwachsene jetzt wieder umso lieber und das hat einen guten Grund: Leinöl ist gesund – und zwar ganz schön!

„Leinöl macht glücklich und gesund“…

… sagt man und neueste wissenschaftliche Studien bescheinigen dem Öl eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System, Diabetes und Verdauungsstörungen. Sogar gegen manche Krebsarten und Haarausfall sollen Leinöl und Leinsamen helfen – kein Flachs, wie man so schön sagt. In Bezug auf das Leinöl sollte man besser sagen: totaler Flachs, denn das Öl wird aus der Leinpflanze (Linum usitatissimum) gewonnen, die volkstümlich als „Flachs“ bezeichnet wird.

Leinöl unter die Lupe genommen

Der ehemalige Spiegel-Redakteur Hans-Ulrich Grimm widmete dem Lein ein Buch: „Leinöl macht glücklich“ heißt es und es macht richtig Lust auf das Naturwunder Lein. Es ist im Prinzip eine kleine Kuturgeschichte des Leins, angereichert mit seriösen wissenschaftlichen Nachweisen und leckeren Rezepten, die beweisen, dass man den Lein durchaus schmackhaft zu sich nehmen kann.

Leinöl, vom Profi für gut befunden!

Der Bestseller- Autor Grimm recherchiert sich schon seit langer Zeit durch den Dschungel der industrialisierten Nahrungsmittel und was er dabei aufdeckt, macht teilweise appetitlos und mitunter gar fassungslos. Desto mehr ein Grund,  sich dem kleinen blauen Buch zu widmen, dabei bekommt man nämlich Appetit und zahlreiche Anregungen, sich selbst etwas Gutes zu tun.  In meinem Kühlschrank (Leinöl immer kühl lagern!) steht sie bereits: eine Flasche Bio-Leinöl und in Joghurt, Quark und in einem Smoothie habe ich das Öl auch schon gekostet – empfehlenswert!

Hans-Ulrich Grimm, „Leinöl macht glücklich“ – aktualisierte Neuausgabe bei MensSana. Am 1. März erschien von dem Autor bei Droemer „Vom Verzehr wird abgeraten“. Wir werden berichten …

Nutzt den Tag!

 

Gepostet am 17.04.2012, 19:12
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Krawatten – Symbol für Seriosität, Macht und Stil

Kürzlich wurd ich unfreiwillig Mithörerin eines Gesprächs in der Bahn: Zwei Damen mittleren Alters, sauber, elegant und klassisch stilvoll gekleidet, geschminkt und frisiert zerkauten sich die Zunge über den Kleidungsstil unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ich durfte zum Glück schon bald aussteigen und musste der unverhohlenen Kritik nicht ewig lauschen. Ich finde nämlich, die Kanzlerin löst ihre alltägliche Kleiderfrage ganz gut.

Später aber machte ich mir doch so meine Gedanken, schließlich schlägt in meiner Brust ein Politologinnenherz. Und außerdem kommt das Thema ja auch immer mal wieder auf.

Männer mit Krawatte werden von den meisten ernst genommen – denn ein Mann in Anzug und Krawatte unterwirft sich einem Dresscode, der für „seriös“ und „beschäftigt“ steht. (Modische) Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wer in Politik und Wirtschaft seinen Mann als Mann stehen will und muss, kleidet sich entsprechend der dort herrschenden Codes. Anzug und Krawatte sind für viele Männer deshalb ein Muss. Und dank einer vielfältigen Mode ist Individualität heutzutage kein allzu großes Problem, solange Mann nicht allzu sehr von den Dresscodes seiner Gruppe abweicht. Doch während Männer zumindest in der Öffentlichkeit mit Krawatten Macht und Zugehörigkeit und im besten Fall auch Stil demonstrieren, bleibt Frauen ein solches Mittel nicht. Sie stecken in einer Art Dilemma – die Wissenschaft hat dafür sogar einen Namen, berichtet die 3Sat-Mediathek: double bind. Kleiden sich Frauen in ihrer Rolle als Politikerinnen oder Managerinnen modisch, werden sie mitunter nicht ernst genommen. Schlimmer noch wird es, wenn sie wegen ihres modischen Stils als „oberflächlich“ eingestuft werden. Greifen Frauen dagegen zu Anzug und Krawatte drückt man ihnen schnell den Stempel „Mannweib“ auf. Vor allem Mann diskutiert damit den Stil der Politikerin oder Managerin – nicht mehr ihre inhaltliche Arbeit. Stilkritik wird so zum diskriminierenden Element in der Öffentlichkeit.

Nun will ich hier keinesfalls Stilkritik üben – ich möchte nur einen Anstoß geben, den Kleidungsstil von Politikerinnen wie Angela Merkel nicht voreilig zu verurteilen, sondern ihn im Kontext von Anzug und Krawatte als männliches Machtsymbol zu sehen.

Nutzt den Tag!