Notfall bei YaaCool: Redaktionshund Gwinnie verpatzt uns den Abend mit den POPSTARS-Juroren
YaaCools Redakteurin kann nicht zur Pressekonferenz mit Detlef D! Soost & Co.
Das wollte YaaCool sich nicht entgehen lassen: Die Pressekonferenz gestern abend in der Hamburger “Prinzenbar”, mit den zum Teil neuen POPSTARS-Juroren Thomas M. Stein, Marta Jandová und Detlef D! Soost. Für uns wollte Petra sich dorthin begeben. Gemeinsam mit Kamera-Mann Chris, aber der durfte dann doch nicht mit, weil seitens der Veranstalter weder Fotografen noch Filmkameraleute erlaubt waren. Unsere Petra bekam den Auftrag, Detlef D! Soost, Thomas Stein und Marta Jandová die Frage aller Fragen zu stellen: Welche Rolle das Aussehen der Kandidaten beim Casting tatsächlich spielt. Immerhin werden in dieser Staffel junge Frauen für eine Mädchenband “Girls forever” gecastet. Aus denen werden dann Popstars, so hofft der veranstaltende TV-Sender ProSieben – der mit den Popstars dann natürlich auch viele, viele Tonträger verkaufen und viel Geld verdienen will. Und gute Musik zieht ja bekannterweise fast immer, außer vielleicht bei Elvis Costello – aber das ist eine andere Generation, je besser, desto schöner der Mensch ist, der diese singt.
Tja, aber da oftmals alles anders kommt, als man denkt, saß unsere Petra um 19.52 Uhr gestern Abend im Büro und schrieb dieses Posting, anstatt den POPSTARS-Juroren die YaaCool-Fragen zu stellen.
Schuld daran, dass Petra nicht zur Pressekonferenz konnte, …
… hatte ein Hund. Petras Hund. Unser Redaktionshund. Guinevere, genannt “Gwinnie”, eine Pointer-Hündin, also ein Jagdhund. Sie hatte sich beim Gassigehen – immer schön die Runde ums Redaktionsgebäude in Hamburg-Eppendorf – so tief das linke Vorderbein geratscht, dass Petra sie zum Tierarzt bringen musste. Das war um 18.30 Uhr und als die beiden mit dem Verarzten fertig waren, lief die Pressekonferenz der POPSTARS-Juroren leider schon. Von den anderen Kollegen war keiner mehr so schnell zu erreichen und deshalb gibt es hier und heute auch keine exklusive Berichterstattung und leider auch keine exklusiven Zitate aus den Jurymündern. Dafür haben wir uns um unseren Redaktionshund gekümmert – das war er uns wert.
POPSTARS – so fing alles an
Vor zehn Jahren lief übrigens die erste Staffel der deutschen Version von POPSTARS. Das Ergebnis waren die No Angels: Nadja Benaissa, Lucy Diakowska, Sandy Mölling, Vanessa Petruo und Jessica Wahls, die in den Augen und Ohren der damaligen Juroren Simone Angel, Rainer Moslener und Mario M. Mendryzcki und natürlich auch mit Befürwortung des Super-Coaches Detlef Soost (damals verzichtete er noch auf das D! zwischen Vor- und Nachnamen) als Deutschlands erfolgreichste Girlband die Bühnen dieser Welt erobern sollten – und auch viele Platten verkauften. Laut Wikipedia haben die No Angels bis zu ihrer Trennung 2003 weltweit circa fünf Millionen Tonträger verkauft – das Konzept war aufgegangen. Und gutaussehend waren die Ladies auch. 2007 starteten die No Angels ein Comeback, allerdings ohne Vanessa Petruo, denn die wollte lieber alleine erfolgreich Musik machen – dieses Konzept ging leider nicht auf, weder für die vier Engelinnen in der Gruppe noch die Solo-Engeline.
POPSTARS – so ging es weiter
Nachdem die erste Staffel so erfolgreich war, ging es im Jahr darauf gleich weiter. In der zweiten Staffel durften sich auch Jungs bewerben, denn gesucht wurden talentierte Musiker, die ähnliche Musik wie die “Fuggees” drauf hatten. Detlef Soost coachte die Bandmitglieder wieder und saß diesmal neben Alex Christensen und Noah Sow als Jury-Mitglied sogar mit auf der Entscheider-Bank. Nach 26 Folgen war klar: Ross Antony, Hila Bronstein, Giovanni Zarrella, Shaham Joyce, Faiz Mangat und Verena ‚Indira‘ Weis gingen als Sieger aus dem Wettbewerb hervor und formatierten sich zu Brüdern und Schwestern in einer Band: Bro’Sis. Trotz einiger Top-Ten-Erfolge konnte die Band allerdings nicht ganz an die Erfolge der No Angels anknüpfen. 2006 trennte sich die Band und die Ex-Geschwister, äh, Bro’Sis-Mitglieder tummeln sich seitdem munter durch die Medienwelt der privaten Sender. Vor allem der Brite Ross Anthony drängt sich (zumindest gefühlt) permanent ins heimische Fernsehprogramm. Gerade letzte Woche sah ich, wie der arme Hundetrainer Martin Rütter ihm beibringen musste, dass man nicht dauernd kreischend vor seinen Hunden auf und ab hüpft … Aber das ist ein anderes Thema (obwohl wir damit ja fast schon wieder auf den Hund gekommen sind (Gwinni lag während Petra dies schrieb übrigens neben ihr und verdaute ihren Tierarzt-Schock schlafend).
POPSTARS – fester Bestandteil der Castingshow-Welt
Fast jährlich wird seit zehn Jahren bei POPSTARS neuer Musiker-Nachwuchs gesucht. Fester Bestandteil ist immer Detlef Soost (der ja jetzt Detlef D! Soost heißt) und als Jury-Mitglieder warfen unter anderem Nina Hagen, Sido oder Sabrina Setlur ihre Stimme in die Waagschale. Für Bands wie Overground (2003), Nu Pagadi (2004), Monrose (2006) – die kenne sogar ich, die anderen Bands haben irgendwie an mir vorbeigesungen, Room 2012 (2007), Queensberry (2008) und Some & Any (2009).
Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber ich muss das nicht haben. Da ich jedoch immer versuche, dem Leben das Positive abzugewinnen, versuche ich es auch hier. Also, ich finde ich es gut, dass junge Menschen durch diese ganzen Castings-Shows ihrem Traum ein Stückchen näher kommen können oder so abgeschmettert werden, dass sie hoffentlich motiviert sind, einen zu ihnen passende(re)n Beruf zu erlernen. Ich finde es gut, dass durch die Shows Menschen Arbeit haben (hoffentlich arbeiten die Sender nicht mit lauter unbezahlten Praktikanten) und außerdem gefällt mir, dass Detlef Soost es geschafft hat, mit POPSTARS berühmt zu werden, denn ihm wurde der Hintern als Kind nicht mit Gold gepudert: Aufgewachsen in einem Berliner Kinderheim, nachdem seine Mutter gestorben ist, als er zwölf war, hatte er garantiert nicht den besten Start für sein weiteres Leben. Ich finde, der Detlev kann diesen jungen Menschen ein Vorbild sein, denn er weiß, dass man für sein Glück hart arbeiten muss.
So, leider kann ich Euch jetzt nicht sagen, was Ihr von der nächsten Staffel nun ganz speziell erwarten könnt, aber dafür hoffe ich, dass der kleine Rückblick auch in Ordnung ist!? (Ich weiß zum Beispiel jetzt, dass es Bands wie Nu Pagadie gibt – oder gab? Zum Recherchieren dazu war Petra gestern zu müde. Sie schnappte die Verletzte und schickte mir das Posting, das ich hiermit veröffentliche.) Das ist also Teamwork bei YaaCool. Gute Besserung Gwinnie!
Nutzt den Tag!
Dass derart maskenhafte Gesichter weder eigene Emotionen ausdrücken, noch die ihrer Gegenüber widerspiegeln können, ist auch wissenschaftlich belegt. Man weiß inzwischen sogar, dass Botox das Denken verlangsamt:
Ohne Brille könnte ich nur schwer so leben, wie ich es jetzt und heute gerne tue. Ob ich mich schön mit der Brille finde? Das hängt vom aktuellen Wetter, den Klamotten, dem Stand der Hormone und der Tageslaune ab. Heute morgen fand ich mich schön. Doch das kann sich im Laufe des Tages ändern. Allerdings bleibt mir während des Alltags wenig Zeit, darüber zu sinnieren. Muss ja auch nicht sein. Nicht ständig, jedenfalls. 


